In nur drei Jahren (1962-1965) vom Büro HPP aus Düsseldorf projektiert und fertig gestellt, war das Europa Center das kommerzielle Status- und Abschreibungssymbol der West-Berlin-Förderung. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten: Dank der abstoßenden äußeren Gestaltung und dem zügigen, feucht-grauen, unwirtlichen (Beton und Pflastersteine) Inneren wurde das Europa Center vom Publikum nicht angenommen und stand schon Ende der Sechziger Jahre von allen Geistern verlassen, leer und kurz vor der Pleite.

 

Von 1972 bis 2002 wurde 30 Jahre lang von meinem Büro in zwei großen und vielen „zwischenzeitlichen“ Teilstufen die Neugestaltung des Äusseren und des Inneren der drei Einkaufsebenen sowie die Aufstockungen im 2.OG entworfen und ausgeführt.

 

In der ersten Umbaustufe (Westhälfte) wurden folgende Maßnahmen realisiert:

 

- Abtrag der beiden Fußgängerbrücken über die Tauentzien- und Budapesterstraße,

 

 

- Abriss der zentralen Betontreppe und Einbau von Roll- und Freitreppen,

 

- Überdachung des Innenhofes sowie Aufstockung auf der Terrasse im 2.OG (Ausstellungshalle, später Spielbank),

 

- neue Fluchttreppen (eine davon mit der Lichtsäule),

 

- Schließung der umlaufenden Galerie im 1.OG (Vorziehen der Schaufensterfronten),

 

- Hochhausunterbauung (Bank) und die Verlegung der Eingangshalle,

 

- komplette Klimatisierung und Sprinklerung,

 

- Einbau neuer Schaufenster, Decken, Fussböden, Beleuchtung, Geländer,

 

- Aufstellung der Wasseruhr als zentrale Attraktion im Inneren,

 

- „Mövenpick“-Restaurants anstatt „Blatzheim“-Betriebe im 1.OG und ein völlig neuer Branchenmix.

 

 

In zeitlicher Folge wurde nach dem Umbau der Westhälfte die wesentlich grössere Baumaßnahme in der Osthälfte in Angriff genommen:

- Abriss des verwahrlosten Eisplatzes

- Überdachung mit einer Glaskuppel unter der ein Terrassencafe mit Wasserkaskaden

- Kino im 1.OG

- neue Passage im EG